01. September 2008

Matrosenaufstand in Kiel

1918 ging von Kiel das Signal zum Ende der Monarchie aus, die revolutionären Ereignisse nahmen von Kiel aus seinen Lauf durch ganz Deutschland- der Kaiser dankte ab und die erste deutsche Republik war entstanden. Wir freuen uns, dass dieses Thema im 90. Jahr seiner Wiederkehr auf vielfältige Resonanz stößt. Der DGB Kiel unterstützt diese Aktivitäten- das Kieler Gewerkschaftshaus stand seinerzeit im Zentrum dieser Ereignisse, der erste Arbeiter und Soldatenrat tagte in unseren Räumen. Der damalige Vorsitzende des Kieler Gewerkschaftskartells wurde Gouverneur von Kiel.

MATROSENAUFSTAND heißt die Produktion des Berliner Ensembles Limited Blindness um Regisseur Heiko Michels und den Dramaturgen Fabian Larsson.
In ihrer Reihe "Kino der Freiheit" beleuchten sie die Ereignisse des Novembers 1918 in Kiel. Nach langer Recherche in den Kieler Stadtarchiven ist der Text aus Dokumenten, Interviews, Berichten entstanden.

Theater in der Finsternis des komplett abgedunkelten Flandernbunkers in der Wik:
In der Dunkelheit werden Reden gehalten, wir hören Rufe nach Brot, Aufrufe zum Sturz der Regierung, Schreie. Wie entsteht die Revolte? Wie bewegt sie sich fort – vom Hafen, durch die Stadt Kiel, bis nach Berlin? Im Dunkeln hören wir Schiffsmotoren. Ventile entladen sich. Die Stimmen vereinigen sich im Rhythmus der Kolben. Vier Schauspieler, ein Sänger und ein Musiker begeben sich im Dunkeln auf die Suche nach den Bedingungen von Freiheit. Von 1871 bis 1924 entfalten sie ein historisches Panorama, das im November 1918 durchs Bullauge Kiel fixiert.

MATROSENAUFSTAND in KIEL
Premiere: Mittwoch, 3.9.08
Weitere Aufführungen: 5.9.08 - 6.9.08 - 11.9.08 - 12.9.08 - 13.9.08 - 5.11.08 - 6.11.08 - 7.11.08 - 8.11.08 - 9.11.08
Beginn: Jeweils 20 Uhr
Ort: Flandernbunker - Hindenburgufer - Kiel/Wik

Telefonische Kartenreservierung:
Verein Mahnmal Kilian, Tel: 0431 - 260 630 9 - Kartenpreise 15€ bzw. 10 € ermäßigt
Karten auch erhältlich im Büro des DGB ( Tel. 51951000) und im Restaurant Legienhof

Noch weitere Informationen unter: www.matrosenaufstand.de